Here we go again: nochnichtmehrdazwischen geht in die nächste Runde!

Schon am 6.März um 20 Uhr ist es soweit. Unter unserem diesjährigen Titel „Literarische Verortungen“ werden wir mit Clemens Meyer und Houssam Hamade über Stadt und Gewalt sprechen.

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Zwei Frauen schließen vorsichtig Freundschaft im Friseursalon des Hauptbahnhofs.
Beim nächtlichen Kotrollgang durch ein verlassenes Ausländerwohnheim erinnert sich ein Sicherheitsmann an eine flüchtige Liebe.
Zwei Fremde sprechen in der Flughafenbar über Vergangenheit und Pferderennen.
Clemens Meyers Protagonistinnen begegnen sich an der Peripherie, am Rand der Stadt. Sie kommen von überall her und suchen die urbanen Räume, um sich zu begegnen und wieder zu verlieren.
Die Stadt und ihre Grenzen, ihre Ausläufer und Zwischenzonen sind Handlungsort und Metapher für das Innenleben seiner Protagonistinnen zugleich.
Zwischen Einsamkeit und bedrückender Nähe, zwischen Ruhe und Chaos, zwischen Glanz und Elend. Immer dazwischen.

Auch Houssam Hamades Erzähler*innen sind Stadtmenschen. 18 Stimmen sprechen über Momente, in denen sie Gewalt angewendet haben und über die Grenzerfahrung, zuzuschlagen. In fesselnden Monologen berichten sie von Übergriffen an U-Bahnhöfen, Mobattacken am Kottbusser Tor, Prügeleien in Parks und Notwehr bei WG-Parties. Die sehr unterschiedlichen Geschichten beleuchten sowohl die Faszination, die Macht und Gewalt ausüben, als auch die Angst und Ohnmacht, die auf Opfer und Täterseite entstehen. Wie lässt sich über Gewalt sprechen und schreiben, ohne diese zu verherrlichen oder zu tabuisieren?

Houssam Hamade liest aus „Sich Prügeln. 18 Geschichten aus dem Leben“ und Clemens Meyer aus „Die stillen Trabanten“. Wir sprechen über Stadt und Gewalt und darüber, ob und wie diese Dinge zusammenhängen.

Wir freuen uns auf euch!

BALD BALD BALD: nochnichtmehrdazwischen #5

Am 6. März um 20 Uhr geht´s weiter mit nochnichtmehrdazwischen. Wie immer im Mastul. Diesmal sprechen wir über: Stadt und Gewalt!

 

nochnichtmehrdazwischen #4

Am 5. Dezember um 20 Uhr gibt´s im Mastul die vierte Lesung von nochnichtmehrdazwischen:

Neben_an. Mit Helene Hegemann und Anke Stelling

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Mietwohnung oder integratives Hausprojekt, Hochhaus oder Bungalow. Anke Stelling und Helene Hegemann schreiben über Mädchen und Frauen, die auf PVC und fleckigen Teppichböden statt auf abgeschliffenen Holzdielen groß werden.

Helene Hegemanns Charlie wohnt mit ihrer alkoholkranken Mutter im Plattenbau. Die Welt um sie herum zerfällt. Alles stirbt. Vom Balkon blickt sie auf den Bungalow eines exaltierten Künstlerpaares und verliebt sich.
In die schnörkellose Schönheit der Architektur, die glitzernde Welt, in ein anderes Leben.
Verzweifelt versucht sie, über Gartenmauern zu klettern und die Grenze zwischen diesen Welten zu verwischen.

Anke Stellings Resi wohnt mit ihrer Familie zur Untermiete in einer Berliner Altbauwohnung. Diese wurde frei als die vorherigen Bewohner*innen und Freunde ins Hausprojekt zogen. Sie ist Schriftstellerin und schreibt über ihr Leben, inklusive dieser Freunde. Die finden das nicht so toll: Es wird gekündigt. Erst die Freundschaft, dann die Wohnung.
Und Resi fragt sich, ob sie das nicht alles hätte wissen müssen.

Wir sprechen über Lebensräume, Architektur und soziale Klassen. Kann man seine Herkunft hinter sich lassen? Was macht der Boden, auf dem man Laufen lernt, mit einem? Und wieso wird über Klassen- und finanzielle Unterschiede nicht mehr gesprochen? Und wie kann man, wie muss man darüber schreiben?

Helene Hegemann liest aus ihrem neuen Roman „Bungalow“ und Anke Stelling aus „Schäfchen im Trockenen“.

Wir freuen uns!