Über uns

nochnichtmehrdazwischen ist eine Lesereihe.
2018 wurde in vier Veranstaltungen Literatur vorgestellt, die in bestimmter Form – sei es in sprachlicher, interdisziplinärer, inhaltlicher Weise oder auch über ihren Publikationsweg – einen oder mehrere Umwege geht.
Jetzt geht es in die nächste Runde! 2019 schauen wir uns unterschiedliche (literarische) Orte an. Kommt vorbei!
Geschichten und Erzählungen sind untrennbar mit ihrem Handlungsort verbunden.Orte sind Konstrukte der Gesellschaft, kulturelle Bedeutungsträger. Jeder Ort ist mit Konnotationen, Anspielungen, Wertungen und Gefühlen verknüpft. Es werden gesellschaftliche Vorstellungen und Erwartungen sowie persönliche Wünsche und Sehnsüchte auf die vermeintlich objektiven Landschaften projiziert. Durch Sprache wird ein Raum beschrieben und gleichermaßen erzeugt. Die narrative Struktur wird vom Raum geprägt.
Die Befassung mit literarischen Orten führt unweigerlich zur Beschäftigung mit dem Gegensatz oder dem Zusammenspiel eines Innen und Außen: Der Mensch ist von seiner Umwelt geformt und andersherum. Welche Möglichkeiten birgt die aktive Gestaltung dieser Umwelt, nicht nur für die Kreation Lebensraum, auch für die Ausformung und Prägung der Individuen an einem solch gestalteten Ort? Und was geschieht, wenn der Mensch sich mit unbezwingbaren natürlichen Grenzen konfrontiert sieht? Die Auswirkungen, die dies auf soziale Gefüge, auf die Rezeption von Orten und schlussendlich auf ihre sinnstiftende und repräsentative Funktion als menschlich geprägte Konstrukte haben kann und wie sich Literatur ihrer annimmt gilt es zu erkunden.
nochnichtmehrdazwischen stellt mit Blick auf die Strukturen des Literaturbetriebs aufregende Texte, Bücher, Autor*innen, Literat*innen und Künstler*innen vor und wird veranstaltet vom Kollektiv IrrAbUm, das sich im Sommer 2017 gegründet hat.
Die Lesereihe wurde 2018 gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Literaturprojekte).